Rauher Kopf & Dreiländerspitze

Daten und Fakten:

Gebirgsgruppe: Silvretta

Strecke: Bieler Höhe (2.071m) – Rauher Kopf (3.101m) – Wiesbadener Hütte (2.443m) – Dreiländerspitze (3.197m) – Bieler Höhe (2.071m)

Zwei Jahre ist es her, dass wir zum 60. Geburtstag unseres Bergkameraden Georg eingeladen waren. Gerne erinnern wir uns an das schöne Fest zurück…nun können wir uns endlich revanchieren und den Gutschein zur gemeinsamen, winterlichen Besteigung der Dreiländerspitze einlösen.

Die Hütte ist seit Wochen reserviert, das Wetter könnte nicht besser sein. Den Jubilar im Gepäck, reisen wir am Samstag in aller Herrgottsfrühe ins Montafon. Ein kurzer Halt in Walters (weltbekanntem) Brotlädele und schon schweben wir mittels Vermuntbahn bergwärts und mit dem Tunnelbus der Illwerke weiter zur Bielerhöhe.

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Nach einer kurzen Abfahrt steigen wir über das Bieltal gemütlich zur Rauhkopfscharte auf.

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Wir lassen uns Zeit, genießen die Natur. Vom Skidepot erreichen wir in einer guten 1/4 Stunde den Gipfel.  Der Rundblick auf die umliegenden Berge und Gletscher ist herrlich, die Fernsicht kann sich sehen lassen. Kein Wölkchen trübt den Himmel. Geburtstagswetter eben…

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Auf dem Gipfel des Rauhkopfs

Im Abstieg wird an der kurzen Schlüsselstelle gerade ein Fixseil verlegt welches wir gerne in Anspruch nehmen. Kurz darauf wird der Gipfel von unseren Schweizer Nachbarn regelrecht gestürmt, ein Hoch auf den frühen Vogel…

 

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Abstieg zum Skidepot

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Abfahrt zur Wiesbadener Hütte

Wir erreichen am frühen Nachmittag die Wiesbadener Hütte, beziehen unser Lager und erobern Teile eines Tisches auf der Sonnenterrasse. Der andere Teil ist von einer Gruppe Schotten belegt, welche sich als äußerst kommunikativ und recht trinkfest outet. Mit John, John, Sean, George und nochmal John geht der Nachmittag unter viel Gelächter und „denglischem“ Berglerlatein, zu Ende.

 

 

Nachts pfeift der Föhn um die Hütte welcher uns bereits um die Einlösung des Gutscheins bangen lässt. Tatsächlich sind in der Früh aber nur noch einige stürmische Böen davon übrig. Nach einem Frühstück, das kaum Wünsche offen lässt, starten wir um 07:30 in Richtung Gipfel.

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Immer im Blickfeld – die markante Dreiländerspitze

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Als letzte Gruppe geht es über den weitläufigen und relativ flachen Vermutgletscher dahin. Das Tempo ist äußerst gemächlich, was super passt! So haben wir keine Nachzügler und von den Gruppen vor uns, sind die meisten schon wieder beim Skidepot, bis bei uns die Abmarschbereitschaft in Richtung Gipfel hergestellt ist.

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Gemeinsamer Aufstieg zur Dreiländerspitze

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Zeitweise recht luftig geht es zum aussichtsreichen Gipfel

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 Happy Birthday Georg 🙂

Man gewinnt den Eindruck ganz klein zu sein auf diesem wunderschönen Berg! Am höchsten Punkt vereinen sich Vorarlberg, Tirol und der Schweizer Kanton Graubünden. Rundherum abfallend ist es ratsam, sich am Gipfelkreuz zu sichern, um beim Posen für den Fotografen nicht versehentlich einen Schritt ins Leere zu tun.

Da die nächste Gruppe bereits in den Startlöchern steht und es zudem doch recht frisch ist, machen wir uns rasch wieder an den Abstieg zum Skidepot.

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Für den Abstieg heißt es nochmals volle Konzentration!

Für die Abfahrt zurück zur Wiesbadener sind wir leider etwas zu früh daran. Statt über butterweichen Firn erreichen wir gut durchgeschüttelt die Hütte.

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Mit 3.312 m unser höchster Berg – der Piz Buin (rechts der Bildmitte)

Hier erwarten wir mit etwas zuwarten, den zu erwartenden (firnigen) Schneestatus 🙂 Die Abfahrt zum Silvrettastausee lässt richtig Freude aufkommen bevor es ans unvermeidliche, schweißtreibende schieben, skaten oder fellen in Richtung Hotel Piz Buin geht.

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Ziel erreicht – Tour abgeschlossen!

Bei einem abschließenden Hock beschließen wir Georgs Jubiläumstour, es war uns allen ein großes Vergnügen!