Mädelegabel – Kemptnerhütte – großer Krottenkopf

Daten und Fakten:

Höhe: 2.656 M ü. M.

Gebirgsgruppe: Allgäuer Alpen

1 Tag: Aufstieg 1.707 hm, Abstieg 965 hm / 16 km

Strecke: Holzgau (1.114m) – Mädelejoch (1.973m)  – Mädelegabel (2.645m)– Kemptnerhütte 1.844m (Winterraum)

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2 Tag: Aufstieg 876 hm, Abstieg 1.656 hm / 14 km

Strecke Kemptnerhütte (1.844m) – Oberes Mädelejoch (2.050m) – Krottenkopfscharte (2.300m) großer Krottenkopf (2.656m) –  Zollhütte/Karalm (1.800m) – Berhardstal – Elbigenalp (1.039m)

Der Wunsch nach einer neuen, bisher noch nicht erkundeten Hütte, und der Drang nach neuen Gipfeln, führt uns heute zur Abwechslung einmal ins Lechtal.

 

Zuerst erkunden wir die 200 Meter lange und 110 Meter hohe Seilhängebrücke oberhalb von Holzgau . Sie war zeitweise die längste und höchste Seilhängebrücke in Österreich. Nett! Besonders spektakulär erscheint sie mir aber eigentlich nicht..

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Über einen breiten Forstweg wandern wir zur unteren Schochenalpe. Bis hierher würde sich die Mitnahme eines Fahrrads anbieten! Da wir einen anderen Rückweg im Sinn haben, schließt sich diese Option für uns aus. Die obere Schochenalpe ist dann sowieso nur mehr über einen Wanderweg erreichbar.

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bei der unteren Rossgumpenalpe

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Obere Rossgumpenalpe

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Der große Krottenkopf – unser Ziel für den zweiten Tag

Zur Mittagszeit erreichen wir das Mädelejoch. Ein sonniger Platz im Grenzgebiet zu Bayern lädt zu einem feinen Picknick ein. Wir wollen ja nicht vom Fleisch fallen…

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Nicht jeder mag sich mit vollem Bauch schinden, so halten wir schlußendlich nur noch zu dritt in Richtung Mädelegabel. Sie ist einer der berühmtesten und meist bestiegenen Gipfel der Deutschen Alpen. In der Hauptsaison steppt hier vermutlich der Bär. Heute ist es so, wie wir es lieben. Wir begegnen nur einem einzelnen Wanderer, einen zweiten sehen wir auf einem Gratzacken der Hochfrottspitze herumturnen.

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Die Mädelegabel – zwischen Hochfrottspitze und der markanten Trettach

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Der Weg vom Mädelejoch zieht sich…

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Verena und Kurt im Aufstieg

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Die Mädelegabel wird über den Ostgrat bestiegen. Schroffe Geh- und leichte Kletterpassagen (bis I+) wechseln sich ab. Wer über ein wenig Kletterfertigkeit und Trittsicherheit verfügt, wird hier seine Freude haben.

 

Den Nachmittagskaffee auf der Sonnenterasse haben wir mit unserem Gipfeldrang verpasst. Macht nichts, so „klettern“ wir direkt in den heimeligen Winterraum, wo wir bereits erwartet werden.

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Ein Einzelgänger mit Zelt und Schlafsack erscheint nach kurzer Überlegung ebenfalls in der Hütte. Drinnen ists um diese Jahreszeit halt doch angenehmer.

Nach einem gemütlichen Abend und einer ruhigen Nacht im Lager, räumen wir unser Quartier. Die Asche weisungsgemäß an der ersten Liftstütze deponiert, unser Müll ist eingepackt, die Fenster und Läden sind ordentlich verschlossen. Der Obulus für Lager und Holz wird abgegeben, dann sind wir dahin.

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Heute soll es auf den großen Krottenkopf gehen. Über das obere Mädelejoch erreichen wir nach einer guten Stunde die Krottenkopfscharte. Von hier sind es noch gut 300hm auf den höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen.

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3 Stunden auf den Krottenkopf sind zum Glück dann doch maßlos übertrieben

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Die Steinbockgeissen und ihr Nachwuchs kennen in dieser Gegend keine Scheu und sind sehr überraschend zahlreich vertreten

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Aufstieg zum Krottenkopf

Der Aufstieg ist einfach, die einzelnen Schneereste stören wenig. Wie auf der Mädelegabel verläuft auch am großen Krottenkopf die Grenze Bayerns zu Österreich.

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Zurück an der Krottenkopfscharte steigen wir zuerst über ein steiles Schneefeld in Richtung Hermannskar ab, halten dann aber gleich in südöstliche Richtung.

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Schattseitiger Abstieg von der Krottenkopfscharte

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Im Hintergrund noch ein letzter Blick auf den großen Krottenkopf

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Abstieg durch das Bernhardstal in Richtung Elbigenalp

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Karalm

Das Berhardstal ist ein langes und zumindest zu dieser Jahreszeit sehr einsames und wunderschönes Tal.  Unser Ziel ist Elbigenalp, von wo wir zurück nach Holzgau fahren.