Skisafari deluxe

Daten und Fakten:

Höhe: Riedkopf 2.552 M. ü. M. / Drusentor 2.340 M. ü. M.

Gebirgsgruppe: Rätikon

Höhenmeter: ca. 1.200hm Aufstieg / 2.300hm Abfahrt / 23km

Strecke:  Gargellen Schafbergbahn 2.150m – St. Antönier Joch 2.360m – Riedkopf 2.552m – Partnun (St. Antönien) – 1.550m – Carschinahütte 2.221m – Drusentor 2.340m – Lindauerhütte 1.740m – Latschau 1.000m

Heute geht es ins Montafon. Dort vermuten wir noch Pulver, zwar nicht unverspurt aber  gut sollte er sein. Dem war auch so. Aber nun der Reihe nach!

Wir parken in der Tiefgarage beim Bahnhof Schruns und erwischen gerade noch den 7:30 Bus nach Gargellen. Dort spült es uns, mit etlichen anderen, zu den Kassen der Schafbergbahn. Das spezielle Tourengeherticket ist um 25,60 Euro zu haben. Dafür bekommen wir die Fahrt mit der Schafbergbahn sowie einem kurzen Sessellift geboten. Einheimischen Bonus, Gruppen Bonus, Pensionisten- oder gar Lehrerbonus, Rückerstattung der Bustickets – wir haben alles versucht, aber leider Fehlanzeige. Die Wirtschaft muss leben.

Ein ungewohntes Gefühl. Das Anstehen am Lift. Der „Vüredränglerreflex“ ist aber auch nach Jahren der Abstinenz ungebrochen. Wer einmal den goldenen Liftbügel für schlängelndes vorwärtskommen gewonnen hat, weiß wovon ich spreche…

Von nun an gehts bergab – zumindest bis zum Auffellplatz.  Hier fängt die Tour eigentlich erst richtig an. In angenehmer Steigung halten wir in Richtung St. Antönier Joch. Die meisten machen wohl die bekannte Madrisa Runde und fahren hier direkt ab.

Wir halten rechts. Der Riedkopf ist bereits in Sicht und auch bald erreicht. Der kurze Grat auf den Gipfel ist griffig und gut zu gehen. Während die einen noch das Panorama bewundern, nehmen wir ihn noch rasch mit.

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Aufstieg vom Lift zum St. Antönier Joch (Blick vom Joch)

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Wir wechseln in die Schweiz

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Weiterer Aufstieg in Richtung Riedkopf ( zweiter von rechts)

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Riedkopf, der Aufstieg erfolgt vom Joch

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Blick vom Riedkopf zu den 3 Türmen und der mächtigen Sulzfluh – das Drusentor liegt in der (Bild-) Mitte

Die Abfahrt übers „Tälli“ ist wie erwartet – pulverig! Nach einigen genialen Schwüngen erreichen wir Partnunstaffel. Die urigen Alphütten laden zu einer Pause in der Sonne geradezu ein. Hier hießt es wieder „Skins on“…es folgt der Aufstieg über die sonnseitigen Hänge zur Carschinahütte.

Die Gipel rundherum (Schafberg, Girenspitz usw.) schreien geradezu danach, einmal besucht zu werden. Wir kommen wieder! Heute müssen wir weiter. Nicht die Höhenmeter sondern die Distanz kostet auf dieser Runde Zeit. Wir queren über die Carschinafurgga in Richtung Drusentor. Der Aufstieg ist wunderschön und führt am Ende wildromantisch durch die Felsen. Schöner könnte es kaum sein.

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Ankunft in Partnun, hier ist es schon eher firnig

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Motorräder!?

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Ein bisschen wie in den Dolomiten

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Sonnseitiger Aufstieg…

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…in Richtung Carschinahütte

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Carschinahütte mit Schafberg

Am Drusentor empfängt uns wieder der Wind – wir verweilen nicht lange. Felle runter, Schuhe zu, Ski auf Abfahrt und los gehts.

Abgesehen von den ersten, etwas verblasenen Metern stiebt uns der Pulver nur so um die Ohren. Die letzten Meter zur Lindauerhütte sind noch etwas tricky. Die hügelige Schußfahrt durch ein Latschenfeld hat etliche Schanzen parat und sorgt für einige Lacher und unfreiwillige Showeinlagen. Schlußendlich landen aber alle wohlbehalten bei der Hütte.

Es folgt noch die rasante Abfahrt durchs Gauertal. Mit einer Punktlandung erwischen wir in Latschau den 15:40 Bus, der uns wieder zum Ausgangspunkt am Bahnhof Schruns bringt.

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Aufstieg in Richtung Drusator

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Die letzen Meter zum Joch

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Ankunft im gelobten Land 🙂

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Abstieg vom Drusentor

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Abfahrt zur Lindauerhütte

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Blick zurück – eine grandiose Tour!