Wasserkluppe oder doch „hoher Rübeller“ 4.9.16

Daten und Fakten:

Höhe: 2.218 ü. M.

Gebirgsgruppe: Lechquellengebirge

Höhenmeter: ca. 1100 hm / 10,5 km

Strecke: Schröcken Landsteg – Alpe Gäms – Wasserkluppe bzw. Künzel Ostgrat – Landsteg

Schon lange interessiert mich die äußerste Erhebung des Künzel Ostgrats. Dies war für mich immer die Wasserkluppe. Ganz klar.

Ein Blick in die Karte belehrt mich eines besseren. Darin würde die Wasserkluppe eigentlich eher die grasige Erhebung darunter bezeichnen. Vielleicht sollte ich ihn also ab sofort den „hohen Rübeller“ oder gar  die „Berganemonenspitze“ taufen!? 😉

Sowohl das Internet, als die heimische Führer Literatur geben dazu nichts bzw. nicht viel her, also machen wir uns eben einmal auf den Weg.

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Die Wasserkluppe vom Hochberg aus gesehen – hier ist auch die Steilheit etwas besser erkennbar

Vom Parkplatz Landsteg, über den Hüttenweg in Richtung Biberacher Hütte. Auf etwa halber Strecke führt rechter Hand ein Weg zur Alpe Gäms.

Oberhalb der Alphütte steigen wir steil und weglos bis zum Felsriegel empor. Hier stoßen wir auf einem Schafweg, über den wir den oberen Boden erreichen.

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Die schön gelegene Alpe Gäms

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Direkter Aufstieg bis zum Felsriegel – darunter links hinaus auf den oberen Boden. Das Gelände erscheint hier viel flacher als es tatsächlich ist

Ein Kenner des Gebiets wird sich vielleicht fragen, warum wir uns diesen steilen „Bühel“ antun…aber der nächste Winter kommt bestimmt und eine Alternativroute zur Hochkünzel ist vielleicht auch mal ganz nett. Aber – bssssssschttt!!

Oberhalb des Felsriegels halten wir uns anfänglich nahe der Abbruchkante, um dann auf dem nächsten Schaftrail, unter der Wasserkluppe in Richtung Westen zu queren.

Hier machen wir eine Schwachstelle im Grat aus und halten relativ direkt nach oben.

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Der brüchige Grat ist erreicht

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Das Gestein ist hier allgemein recht lose und der ausgesetzte Übergang (I-II) zum überraschend großzügigen Gipfel, verlangt noch einmal volle Konzentration.

Hier käme die Anti-Gipfelkreuz-Fraktion voll auf ihre Kosten. Nicht einmal ein Steinhaufen schmückt unser Ziel. Augenscheinlich verirrt sich nur selten irgend jemand hier herauf.

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Für den Abstieg halten wir uns eher in Richtung Gigelturm um dann oberhalb der Alpe Gäms wieder auf den Zustiegsweg der Biberacher Hütte zu gelangen. Der Rest ist ident mit dem Anstieg.

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Insgesamt eine abwechslungsreiche und einsame Tour, mit einer wunderbaren Aussicht auf die umliegenden Berge.

Schön wars… 🙂