Das Glatthorn, die Wannen und ein großes Gordon Bleu 27.2.16

Daten & Fakten:

Gebirgsgruppe: Bregenzerwaldgebirge

Höhenmeter: ca. 1.150 hm

Eckdaten: Faschinapass – Glatthorn – Schluchtensattel – 3 Wannen – GH Jägerstüble

Das Glatthorn ist eine relativ kurze, aber schöne Skitour auf einen typischen Grasberg. Nach Süden zeigt es seine etwas wildere Seite und ragt mit seiner schönen Dreiecksform über Faschina und der Staffelalpe auf.

Vom Parkplatz am Faschinapass queren wir unterhalb der Talstation der Glatthornbahn in Richtung Sommerweg. In einer Links-Rechts-Schleife steigen wir über eine kurze Steilstufe zu einer Rampe auf. Ab hier geht es in angenehmer Steigung zum Sattel und damit zum Skidepot.

Top motiviert stapfen wir noch über den kurzen, teilweise etwas ausgesetzten Grat zum Gipfel. Ausrutschen sollte man hier nicht, dank des guten Trittschnees ist es aber kein Problem, teilweise schauen aktuell auch die Seilversicherungen aus dem Schnee. Der unangenehme Wind lässt uns nur kurz verweilen. Im Abstieg heissts nochmal aufpassen.

Wir sind heute die ersten, dementsprechend ist noch viel Platz für eine eigene Spur. Dank der Schmelzharschschicht und knapp 20cm Powder darüber, gehts recht zügig dahin. Beim kleinen Speichersee fellen wir wieder auf, nahe der Piste geht’s in knapp einer Stunde hinauf, zum Schluchtensattel.

Mein Mitbewohner ist leider ganz & gar nicht entzückt. Durch den Aufstieg aufs Glatthorn haben wir den Vorteil des frühen Vogels total verspielt. Den Grat entlang pilgern ganze Karawanen in Richtung 3-Wannenabfahrt. Kein Wunder, von der Bergstation sind es vielleicht 50hm die zu Fuß zu überwinden sind. Bei den Schilehrern und ihrem Gefolge boomt die Abfahrt. Macht nix, das Glatthorn war´s wert!

Zum (meinem) Glück täuscht der erste Eindruck, wir finden noch genügend unverspurtes Gelände, einzig um dahinzukommen, muss der eine oder andere, heimtückisch versteckte Eisbollen überwunden werden. Gerüchten zufolge – wird dabei 2/3 unserer Gruppe zwanglos von den Schi befreit oder sucht intensiver nach Schneeglöggle oder ähnlichem.

Zumindest von oben sieht es nach viel Botanik aus, aber der Großteil hält nach der zweiten Wanne wohl geradeaus hinunter. Da wir noch ein Date mit einem (sau-leckeren) Gordon Bleu und ein paar Pommes haben, halten wir unter dem Damülserhorn hoch hinaus und genießen damit eine der schönsten Abfahrten dieses Winters.

Der kurze Gegenanstieg zum Gasthof Jägerstüble ist bald geschafft. Von hier aus geht’s zurück zur Faschina. Entweder mit dem Ortsbus und VMobil, oder als nette Kundschaft, direkt mit dem Chef des Hauses. Ein super Service, für den wir uns ganz herzlich bedanken!

Schön wars 🙂