Bullersch und Winterstaude

Zahlen und Fakten:

Höhe: 1.761m bzw. 1.877m

Gebirgsgruppe: Bregenzerwaldgebirge BEV Karte 1224 Bezau Ost

Höhenmeter: ca. 1450hm / ca. 15km

Eckdaten: Schetteregg – untere Falzalpe – Isewartalpe – Bullerschkopf – Geserstobel – – Schreibere Sattel – Alpe Lingenauere – Winterstaude – obere Falzalpe – Schetteregg

Ja, ich bin ein Wetterjunkie, abhängig von all seinen Spekulationen, Prognosen und Behauptungen. ZAMG, Wetterring, Bergfex, Meteo Schweiz, We Powder und wie sie alle heißen, gehören zur fixen Lektüre. Mehrmals täglich… Somit ist schnell klar, dass wir am Freitag Urlaub brauchen. Perfekte Schneeverhältnisse, wolkenloser Himmel, nicht zu warm, nicht zu kalt, unter 2.000m LWS 2.

Die nächste Frage widmet sich (fast ebenso ausgiebig wie dem Wetterbericht) dem Ziel. Wo ist am meisten Schnee, wo ist der beste Schnee, was ist relativ gut erreichbar. Was lohnt sich, einen Tag Urlaub zu investieren.

Das Ziel fällt nach einigem hin- und her mit meinem Mitbewohner, auf den Bullerschkopf & die Winterstaude. Klingt zwar banal, ist es aber eigentlich nicht. Find zumindest ich.

Das Thermometer zeigt in Schetteregg -11,5 Grad an / passt! Gemütlich marschieren wir los, kommen langsam auf Betriebstemperatur. Vorbei an der Kaualpe, untere Falzalpe und Isewartalpe. Ist der Start noch recht flach, so kommen bis zum höchsten Punkt des Bullerschkopfs einige Spitzkehren zusammen.

Das Gipfelkreuz grüssen wir nur schnell aus der Ferne, zu verlockend sind die Hänge in Richtung Geserstobel. Die Abfahrt…die ist genial. Als Zwischenziel haben wir uns ein tief verschneites Hüttendach auserkoren. Keine Selbstverständlichkeit in Wintern wie diesem!

Mein Mitbewohner meint: du wirst schon wissen wo es runter geht. Klaaar! Ich war ja schon mal da (allerdings bei Nebel und mit dem Großmeister des Schitourens).

Wir sitzen auf dem Dach der Geißtobelalpe und genießen den Tag. Irgenwann werfe ich dann doch noch einen kurzen Blick in die Karte. Aaahha…! Dieses wunderbare, herrlich gelegene Dach gehört zur Bullerschalpe. Etwas weiter unten, etwas weiter westlich und durch einen Felsabsatz von der Geißtobelalpe getrennt.

Wir beschließen weiter abzufahren und die Lage zu erkunden. Zumindest auf der Karte sieht es nach einem Durchkommen aus. Wir kommen durch, allerdings ist diese Route, zumindest im letzten Abschnitt nicht wirklich zu empfehlen.

Am Talboden wird aufgefellt, in mäßer Steigung führt unser Weg in Richtung Schreibere Sattel. Die richtige Routenführung wird mir (von unten) bald klar – ich hätte mich an der Seilbahn orientieren müssen. Egal, so haben wir die Abwärtsspitzkehre auch mal wieder geübt.

Abwechselnd spuren wir weiter – in einer guten Stunde erreichen wir die Alpe Lingenauere, hier gehts noch knapp 300hm hinauf, zum Gipfel der Winterstaude.

Essen, trinken, Abfellen und die Bindung auf Abfahrt stellen. Der erste Steilhang ist noch etwas ruppig, doch was dann kommt, ist der perfekte Pulver. Hier passt alles.

An der oberen Falzalpe heißt es noch mal auffellen, die letzten – wenigen – Höhenmeter sind bald geschafft. Bleiben noch ein paar schöne Hänge bis der Kreis sich beim Schetteregger Hof wieder schließt.

Schön wars… 🙂