Hochberg 28.12.15

Daten & Fakten:

Höhe: 2.324m ü. M.

Gebirtsgruppe: Lechquellengebirge

Höhenmeter: ca. 1.200hm

Eckdaten: Schröcken – vordere Fellealpe – hintere Fellealpe – Hochberg – auf selbem Weg retour

Kalt ist es, als wir in Schröcken starten. Die Sonne lässt hier lange auf sich warten. Puhh, als Hinterwälder muss man eigentlich schon ein ziemlich „harter Hund“ sein.

Von Schröcken-City gehts über die vordere zur hinteren Fellealpe. Eh klar, auch hier ist alles im Schatten. Einzig der Gipfel der Braunarl glänzt im Sonnenlicht.

Hier lohnt es sich, die Steigeisen aus dem Rucksack zu holen. Ein Ausrutscher würde fatal enden. Der Schnee ist pickelhart gefroren. Die vielen, kleinen Bachläufe sind vereist.

Durch eine Rinne überwinden wir schließlich recht problemlos die Steilstufe in Richtung Hochgletscher. Wer dachte, bis hierher sei es anstrengend gewesen, der täuscht.

Hälts, hälts nicht!? Mal bricht man bis zum Knie ein, dann gehts wieder ein paar Schritte flott dahin. Ich schramme einen Stein entlang in Richtung Untergrund, mein Mitesser bremst mit einem Steigeisen…am Waden. Weiter gehts! Luftanhalten, das Gewicht möglichst gut verteilen. Sch**** Weihnachtsspeck!

Schön ist es trotzdem, (wie eigentlich immer 😉 ) vorallem als wir endlich in die Sonne kommen. Hier wollen wir jetzt aber auch bleiben. Statt der Braunarl fassen wir kurzerhand den Hochberg ins Auge. Ungefährlicher, kürzer, und vorallem sonniger!

Da wir eigentlich im Urlaub und nicht auf der Flucht sind, genießen wir schon im Aufstieg eine ausgiebige Pause an der Sonnseite des „Renscherhorsts“.

Der weitere Anstieg zum Hochberg ist eher gemütlich. Sonnseitig hält der Schnee recht gut, so haben wir unser Alternativziel bald erreicht.

Bis auf einen einzelnen Schitürler sind wir heute alleine unterwegs. Gespannt warte ich auf seine Abfahrt – ja, es würde mich schon (sehr, sehr, sehr) reizen. Auch wenn meine Mitläufer mir ständig einreden wollen: Es ischt doch nix…!

Während er also frisch fröhlich, über den (ihn) tragenden Schnee runterschwingt, kämpfen auch wir uns wieder zurück in den Schatten, nach Schröcken City.

Ach ja, schön wars 🙂