Hindelanger Klettersteig 3.8.15

Daten & Fakten:

Höhe: ca. 2.280 ü. M.

Gebirgsgruppe: Allgäuer Alpen / Kleinwalsertal

Höhenmeter: ca. 350

Eckdaten: Bergstation Nebelhornbahn – Hindelanger Klettersteig – Mittelstation Nebelhornbahn

Der Hindelanger Klettersteig steht schon 2 – 3 Jahre irgendwo auf meiner „bergischen Wunschliste“. Also schau ma halt mal!

Die Reise führt über den Riedbergpass ins „Deitsche“, genauer gesagt nach Oberstdorf und dort zur Talstation der Nebelhornbahn. Wir sind früh dran. Wie sich herausstellt, auch unter der Woche kein Nachteil. So sind wir immerhin die ersten, die die Bahn in Richtung Klettersteig verlassen.

Der Klettersteig führt direkt von der Bergstation über den westlichen und östlichen Wengenkopf zum großen Daumen. Dazwischen liegen ungefähr 30 größere und kleinere Felsköpfchen die überklettert werden wollen. Die Schwierigkeiten sind überschaubar. Obwohl angeblich rund 800m Drahtseile und 110m Eisenleitern verbaut wurden, sind viele Stellen (I u. II) nicht versichert, dort wo es braucht, ist aber eigentlich immer etwas zu finden.

Vor einem Sattel über dem Laufbichelsee endet der Hindelanger Klettersteig. Nach knapp 4 Stunden haben wir endgültig alle kletterbaren Köpfe auf dem etwa 5km langen Grat hinter uns gelassen. Vor uns liegt nur noch der große Daumen. Den überlaufenen Grasbuggel schenken wir uns!

Wir halten hinunter Richtung Laufbichlsee, dann gehts mit viel Auf- und Ab  zurück zur Mittelstation der Nebelhornbahn.

Vorbei ist es mit der Bergeinsamkeit – hier tummelt sich Hinz- und Kunz und erschreckend viele, junge Menschen jenseits der 100 Kilo. Etwas haben alle gemeinsam. Sie wollen mit der Bahn ins Tal.

Wir reihen uns gut 30m VOR dem Gebäude in die Schlange ein. Schrittchen, für Schrittchen trippeln wir dahin, bis wir nach 1  1/2 Stunden endlich ins Tal schweben.