Drusenfluh 30. u. 31.7.15

Daten & Fakten:

Höhe: 2.827ü. M.

Gebirgsgruppe: Rätikon

Höhenmeter: ca. 1.800

Eckdaten: Latschau – Lindauerhütte – Blodigrinne (C/D) – Drusenfluh – Lindauerhütte – Latschau

Das Gauertal ist schön, mit seinem herrlichen Ausblick auf die drei Türme eigentlich sogar sehr schön. Was aber nervt, also so richtig nervt…ist nach einer schönen Bergtour noch da raus zu hatschen!! Was ist mir jetzt lieber, eine schmerzende Rückseite – vermutlich rot wie ein Pavianarsch – oder doch hatschen!?

Der Pavian macht das Rennen. Etliche Spinnen verlieren sowohl auf den Bikes als auch auf dem wieder entdeckten Fahrradständer ihr Zuhause, Luft wird gepumpt, mal schauen ob´s überhaupt noch bremst…

Mit einer wackeligen Fuhre (4 Mann + 2 Fahrräder), vermutlich nicht ganz der StVO entsprechend, geht’s vom schönen und inzwischen recht sonnigen Bregenzerwald nach Latschau. Von der angekündigten Wetterbesserung ist hier noch nichts zu bemerken. Der Nebel hängt herunter und nieseln tuts auch.

Macht nichts, wir haben Arbeit mit uns selber – um es kurz zu machen, die Fußgänger sind vor uns am Ziel. Unser Vorteil kommt noch!! 😉

Der Begleittross war zwischenzeitlich aber auch nicht faul, bis zu unserem Eintreffen auf der Lindauer Hütte, sind 2 Zimmer und ein Tisch in der schönen Gaststube organisiert. Wir genießen den Abend und später die feinen Betten, allerdings hört man hier jeden Schritt im Zimmer neben, unter und über einem. Sackra…gebieselt wird am Abend!

Um kurz vor 7 wird die Stube dann endlich fürs Frühstück geöffnet, kurz danach schultern wir unsere Rucksäcke. Ab der Lindauer Hütte folgen wir dem Weg in Richtung Öfapass bis zum Wegweiser „Blodigrinne“. Ein Großteil macht wohl eher „Hütte-Hütte“. Der ausgetretene Pfad weicht Pfadspuren, einige Steinmännchen helfen bei der Orientierung. Schön!

Wir kämpfen uns über ein steiles Geröllfeld hinauf, bis sich eine mehr oder minder senkrechte Wand vor aus auf tut. Der Einstieg kann also nicht verfehlt werden. Nach kurzer Beratung wagen sich alle an den linken, etwas schwierigeren Part. Auf den ersten Metern ist ein wenig Armkraft von Vorteil.

Hat man die erste Wand hinter sich gelassen, wird’s rasch wieder einfacher. Der Aufstieg ist kurzweilig, Kletterpassagen und Geröllfelder wechseln sich ab, der herrliche Blick auf die umliegenden Gipfel tut das seine dazu.

Nach einer letzten Kletterstelle ist der höchste Punkt erreicht. Ein klitzekleines, hölzernes Kreuz schmückt den Gipfel der Drusenfluh. Hätte es sich hier um einen Wälder Berg gehandelt, hätten unsere Laternser Damen mit Spott wohl nicht gespart. Wurde doch schon vor Jahren, das Kreuz der Braunarl als unwürdig klein belächelt. Ttzz….

Größe ist bekanntlich nicht alles – dieses schlichte Kreuz ist jedenfalls wunderschön!

Für den Abstieg wählen wir im unteren Teil den (von unten gesehen) rechten Klettersteig. Die vielen Eisenbügel erfüllen sicher ihren Zweck, haben aber eher den Charakter einer Leiter.

Nach einer gemütlichen Einkehr bei der Lindauerhütte kommt unsere Sternstunde – Andi und ich sausen auf unseren Bikes hinaus nach Latschau 🙂

Fazit: Bike & Hike ist auf dieser Tour schon ganz nett, bräuchte aber aufwärts mehr Training und abwärts mehr Federweg.