Wenn 5 Sterne nicht genug sind…

Daten & Fakten:
Höhe: 2.416 ü. M.

Gebirgsgruppe: Lechquellengebirge

Höhenmeter: ca. 1.000hm

Eckdaten: Warth – Wartherhorn – Karhorn – Warth

Das Hoch „Annelie“ mutiert zum Omega-Hoch und hat uns ein Sommerwochenende am Rande des Erträglichen beschert. Selbst in 2000m Höhe, herrschen noch Temperaturen um die 25 Grad.

So verbringen wir den Tag mit Baden und Grillen an der Ache und steigen erst am Abend in die Berge. Schwer bepackt erreichen wir nach schweißtreibenden 1 ¾ Stunden das Wartherhorn.

Pünktlich zum Sonnenuntergang haben wir eine passende Mulde gefunden – unser Nachtlager aufgeschlagen und die Feldküche in Schwung gebracht.

Langsam werden die Temperaturen angenehm und der noch fast volle Mond erleuchtet unser Plätzle beinahe taghell.

Eine Nacht in den Bergen (nur mit Schlafsack, guter Matte und Biwaksack) ist schlichtweg wunderschön und jedem, dem 5 Sterne nicht genug sind, zu empfehlen. Den einen oderen anderen krabbeligen Besucher sollte man dabei allerdings nicht fürchten. 😉

Um 5 Uhr reißt uns der Wecker etwas unsanft aus dem Schlaf. Wir wollen den Sonnenaufgang auf keinen Fall verpassen… es rentiert sich – wunderschön geht die Sonne über den Allgäuer Bergen auf.

Penibel werden noch alle Spuren unserer nächtlichen Anwesenheit beseitigt um bald darauf Schlafsäcke und Matten gegen das Klettersteigequipment zu tauschen. Nach einer guten Stunde genießen wir unser Frühstück am Gipfel des Karhorns.

Der 2te Teil des Klettersteigs ist wie immer recht kurzweilig und so haben wir, noch bevor der Lift läuft, die beiden Abschnitte durchstiegen.

Bereits in den Vormittagsstunden zeigt das Thermometer am Hochtannberg 28 Grad und angesichts der vielen Klettersteigaspiranten die Richtung Einstieg pilgern, sind wir doppelt froh, die angenehmen Morgenstunden so gut genutzt zu haben.

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im alltäglichen das Wunderbare zu sehen. (Weisheit)

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Das Zelten und Biwakieren ist in Österreich durch die einzelnen Bundesländer geregelt:

In Vorarlberg setzt das Gesetz zum Bau und zur Erhaltung öffentlicher Straßen und zur Wege-freiheit (Straßengesetz) aus dem Jahr 1969 – zuletzt novelliert 2009 – den gesetzlichen Rahmen. Dieses legitimiert zwar nicht explizit das „Zelten“, jedoch das Lagern und alpine Biwakieren. Eine Einschränkung ist laut § 14 (1) Vorarlberger Campingplatzgesetz jedoch durch den Bürgermeister einer Gemeinde möglich, dieser kann das Aufstellen Zelten außerhalb von genehmigten Campingplätzen untersagen, wenn Interessen der Sicherheit, der Gesundheit, des Schutzes der örtlichen Gemeinschaft, der Landwirtschaft, des Tourismus oder des Naturschutz sowie des Landschafts- und Ortsbildes dem entgegenstehen.