Kaltenberghütte & Kaltenberg 09. und 10. April

Daten & Fakten:
Höhe: bis 2.896 ü. M.

Gebirgsgruppe: Arlberg / Verwall

Höhenmeter: ca. 2400hm / ca. 18km

Eckdaten: Langen am Arlberg – Kaltenberghütte – Maroiköpfe – Kaltenberghütte – Kaltenberg – Langen am Arlberg

Lange war ungewiss, was wir diese Woche machen könnten/würden. Schließlich stand der Plan – der Kaltenberg inkl. Übernachtung im Winterraum der Kaltenberghütte.

Sturm Niklas wirkte sich länger als erwartet auf die Lawinenlage aus, aber nun hat sich der der Schnee aufgrund steigender Temperaturen und nächtlicher Abstrahlung endlich wieder verfestigt und so können wir die Tour guten Gewissens starten.

Am Donnerstag geht’s mit vollbeladenen Rucksäcken in Richtung Arlberg. Ausgangspunkt ist (wie bereits 2013) der Bahnhof in Langen am Arlberg. In gut 2 Stunden erreichen wir auf 2.100m die Kaltenberghütte.

Kurz vor Mittag fischen wir den Hüttenschlüssel aus dem Rucksack, beziehen unser Lager im Winterraum, heizen kräftig ein und schon bald köchelt ein feines Süppchen auf dem Herd. Die Sonnenterasse & das Dach vom Winterraum werden noch rasch vom Schnee befreit, und so steht einem feinen Mittagessen an der Sonne nichts mehr im Wege.

Die Maroiköpfe werden zum Nachmittagsziel auserkoren, praktisch auch deshalb, weil wir damit gleich eine Spur für den morgigen Tag anlegen können. Die Querung unterhalb des Alpenkopfs ist mit Lawinenbollen gespickt – alt sind die noch nicht… für die Abfahrt wählen wir (schon aus Sicherheitsgründen) eine direktere Route zur Hütte.

Der Rest des Tages verläuft gemütlich – zu Kuchen & Cappuccio wird auf der Sonnenterasse gejasst, abends das obligatorische Hüttenmenü in Form einer riesen Pfanne Wurstnudeln kredenzt und nachdem wir´s auch noch dem Wein geworden sind, geht’s in die Federn (bzw. Decken).

Am Freitag ziehen wir nach dem Frühstück und dem Aufräumen des Winterraums los.

Die Querung unterhalb des Alpenkopfs ist heute sicher da gefroren, der weitere Aufstieg durchs Krachel geht zügig voran. So rattern wir schon bald über den beinhart gefrorenen Schnee hinunter zum Kaltenbergsee. Nun liegt noch der lange, breite Gipfelhang vor uns. Mit dem Vorteil des frühen Aufbruchs sind wir die ersten, die diesen heute in Angriff nehmen und so stehen wir nach knapp 3 Stunden am Gipfel.

Dieser ist für eine gemütliche Rast zu klein, also klettern wir bald wieder hinab zum Schidepot. Die Steilstufe ist mit einem dicken Seil und einigen Eisentritten versichert, so komme auch ich problemlos rauf und runter.

Die Abfahrt hält was sie verspricht – was bleibt sind die 160hm Aufstieg zur Krachelscharte. Es ist um die Mittagszeit ist es schon recht warm und ich fühl mich fast wie auf dem Grill.

Aber auch dieser Aufstieg hat ein Ende. Ein letztes Mal abfellen und los! Der obere Teil ist noch recht pulverig, dann wird der Schnee (oder sinds doch nur die Beine?) schwer und schwerer, zur Bludenzer Alpe geht’s im Schuss, der Schnee saugt an den Schi dass jede Kurve überflüssig wird.

Nach fast 2000hm Abfahrt landen wir glücklich und mit sonnenverbrannten Gesichtern wieder am Ausgangspunkt!

Lässig wars… 🙂