Güntlespitze (2.092) 14. Februar 2015

Distanz: Aufstieg ca 1.100hm

Gebirgsgruppe: Lechquellengebirge BEV, 1:25.000, Bezau Ost 1224

Eckdaten: Bad Hopfreben – Güntlespitze – Schoppernau

Eine Woche nach unsrer Tour aufs Steinmandl zieht es uns wieder nach Schoppernau. Diesmal wollen wir die schattseitigen Hänge der Güntle/Üntschenspitze unter die Schi nehmen.

Direkt vom Gasthof Bad Hopfreben geht es über eine Wiese aufwärts zum gut sichtbaren Waldeinschnitt des Sommerweges. Der Alpweg zieht sich über das Üntschenvorsäß bis zur vorderen Üntschenalpe hoch.

Hier hat man freie Sicht auf den Üntschen, dessen steile Hänge südseitig großteils schon abgerutscht sind. Auch links und rechts neben der Spur zum Häfnerjoch sind kleinere Gleitschneeausbrüche zu sehen. Wir lassen diese links liegen und ziehen in angenehmer Steigung direkt über den schönen Südhang der vorderen Üntschenalpe in Richtung Güntlespitze hinauf. Die letzten Höhenmeter zum höchsten Punkt nehmen wir ohne Schi in Angriff.

War es bis zum Joch eine einsame Tour, so ändert sich dieser Eindruck am Gipfel rasch. Der Aufstieg vom kleinen Walsertal (Baad) muss äußerst beliebt sein. Dementsprechend „verrammelt“ ist auch die Abfahrt in Richtung Pisialpe. Wirklich gemütlich ist es heute nicht, der vermeintlich windgeschützte Platz ist schlußendlich doch nicht so windgeschützt und so geht es bald hinab zum Häfnerjoch und über die schönen Ost- und Nordhänge talwärts.

Mit etwas Umsicht können wir ohne großes Risiko noch einige schöne Schwünge in den feinen Schnee zeichnen. Um uns den Aufstieg zur Pisialpe zu sparen, queren wir den Schreckbach und fahren unter den Hängen des Starzel ab. Hier hat sich in den warmen Nachmittagsstunden der vergangenen Tage schon einiges getan. Auch über die Rodelbahn in Richtung Schoppernau sind schon einige Grundlawinen gedonnert. Die Sperre der Rodelbahn wegen Lawinengefahr (die wir erst am Ende des Weges entdecken) ist also nicht ganz umsonst…

Schön wars… 🙂