Hangspitze Ostgrat

e

Daten & Fakten:
Höhe: 1.746 m ü. M.

Distanz: Aufstieg ca. 1.200 Hm / 13 km

Gebirgsgruppe: Bregenzerwaldgebirge (BEV, 1:25.000, Bezau Ost 1224)

Eckdaten: Mellau – Hochvorsäß – Nesselfluhalpe – Hangspitze – Oberrohralpe – Brünneliseggalpe – Orlitten – Schlur – B200 (Wälderbahnbrücke) 

Der Schnee ist schon weit vorgedrungen und so sind zur Zeit auch die niedrigeren Berge wieder interessant. Unsere heutige Route auf die Hangspitze führt uns von Mellau über den Güterweg in Richtung Dosegg (Normalweg).

Für den Ortsunkundigen ist die Abzweigung im Wald kaum erkennbar. Für Kurt kein Problem, er lenkt uns zielsicher auf einen Pfad hinauf zum Hochvorsäß und weiter zur verfallenen Neseselfluhalpe. Beim Jagdhüttchen treffen wir auf zwei Deutsche die hier gezeltet haben. Ihnen wurde von einem direkten Aufstieg aber abgeraten, uns solls recht sein.

Nun geht es auf dem Grat, mal mehr – mal weniger steil, in Richtung Gipfel.

Den letzen Felskopf (III-IV) umgehen wir linksseitig, wo wir über eine schrofige Rinne hinaufklettern können. Die letzten Meter führen steil durch den Wald und schlussendlich über Gras, hinauf zum Gipfelkreuz.

Wir haben es uns gerade gemütlich gemacht, als Andrea des Weges kommt! Schön, sie wieder einmal „in Natura“ zur sehen.

Den Abstieg haben wir Nordwestseitig übers Hangköpfle in Richtung Rohralpe geplant. Als ich mich im oberen Bereich, eigentlich aus Juxerei kurz auf den Hintern setze, geht rasch die Post ab. Zum Glück komm ich nach wenigen Metern wieder zum Stehen. Der Schnee ist pickelhart, wirkt beim Bremsen wie Schmirgelpapier und ausrutschen – auch auf Kurzstrecken – kann schnell gefährlich werden.

Mit Steigeisen ist der Abstieg aber kein Problem. So erreichen wir sicher die Oberrohralpe, queren in Richtung  Brünneliseggalpe und in weiterer Folge über einen alten, unmarkierten Pfad, steil zur verfallenen Ortlittenalpe hinunter. Das Schild am unteren Ende ist übrigens durchaus ernst zu nehmen!

Nach der etwas rutschigen Querung des Rotenbachs gelangen wir zum Schlurhüttle, wo Walter uns netterweise die Türe offen gelassen hat. So dass wir es uns, bei einem feinen Eierlikörle in der Sonne gemütlich machen können.

Die letzten 300hm hinunter zur Wälderbahntrasse sind bald überwunden. Hier haben wir ein zweites Auto abgestellt, nur der Schlüssel dazu, der war in Mellau geblieben…

Schön wars… 🙂