Tübingerhütte – westl. Plattenspitze

Daten & Fakten:
Höhe: 2.883 m ü. M.

Distanz: Aufstieg ca. 950 Hm / Abstieg: 1.470 Hm / ca. 10 km

Gebirgsgruppe: Silvretta (Alpenvereinskarte, 1:25.000, Bl. 26 Silvrettagruppe)

Eckdaten: Tübingerhütte- Plattenjoch – Westl. Plattenspitze 2.883m – Plattenjoch – Seelücke – Saarbrückerhütte – Vermuntstausee/Seespitz

Nach einer ruhigen Nacht im Winterlager der Tübingerhütte erwartet uns Frühaufsteher Georg bereits mit gedecktem Frühstückstisch und einem munteren Feuerchen im Ofen!
Nachdem wir die Hütte ordentlich aufgeräumt und das Übernachtungs- und Holzgeld bezahlt haben, bleibt nur noch die Fensterläden zu verschließen und ein abschließendes Gruppenfoto vor der Hütte zu machen. Dann kann es los gehen.

Ohne Sonne und somit recht frisch, geht’s zuerst in Serpentinen und dann am Rande eines spärlichen aber fast blanken Gletscherchens hinauf, auf das Plattenjoch. Nun den alten, roten Markierungen und div. Steinmännern folgend, in einfacher Kletterei zum Gipfel.

Nach knapp 2 Stunden erreichen wir den Gipfel der westlichen Plattenspitze, wo wir nochmals auf die drei netten Montafoner treffen, die ebenfalls auf der Tübinger übernachtet haben. Diese hatten mit uns wohl ein Aha-Erlebnis, wenn es um die kulinarischen Möglichkeiten im Lagerleben geht… 😉

Auf Augenhöhe mit Klein- /Großlitzner und den Seehörnern genießen wir es, Ende Oktober im T-Shirt auf fast 2.900m sitzen zu können.
Nach dem Abstieg erkunden wir noch die kl. Schutzhütte nahe des Plattenjochs sowie den Übergang der Schweizerlücke. Der Schweizergletscher ist zwar auch nicht groß aber blank, daher nehmen wir gerne den (schönen) Umweg zur Seelücke in Kauf und steigen erst von dort zur Saarbrückerhütte ab.

Im vorbeigehen erkunden wir den dortigen Winterraum – da er aber nach wie vor keine Heizmöglichkeit bietet, stellt dieser für uns kein lohnenswertes Ziel dar. Man hat ja schließlich seine Prinzipien…!?

Schlussendlich geht’s noch eine gute Stunde durchs Kromertal hinaus, zum gestrigen Ausgangspunkt. Da wir Maut für die komplette Silvrettahochalpenstrasse bezahlt haben, kosten wir diese noch aus und schließen die Tour auf der Sonnenterasse des Hotel Piz Buin stilvoll ab.

Schön wars… 🙂
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