Großglockner via Stüdlgrat 17. u. 18.8.14

Nachdem heuer schon etliche geplante Touren ins Wasser gefallen sind, meint es der Wettergott nun endlich einmal gut mit uns! Nach einer Woche Regen fahren wir am Sonntag – 5 Mann/Frau hoch, bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen nach Kals am Großglockner.

Vom Lucknerhaus gehts in 2 Stunden hinauf zur Stüdlhütte, unserem Ausgangspunkt für die Tour auf den Glockner.

Nach einem riesigen Stück Kuchen besichtigen wir noch ein Stück des morgigen Wegs. Hier hat man schon mal einen guten Ausblick auf den Stüdlgrat (SW Grat) und den Gipfel den es zu bewältigen gilt. Bergführer Lukas jagt uns quasi zur Eignungsprüfung, noch ein paar mal einen Felsen rauf und runter…und scheint zufrieden zu sein.

Die Stüdlhütte ist kulinarisch ein absolutes Highligt! Suppen- und Salatbuffet, 5 verschiedene Hauptspeisen, zum Nachtisch Kuchen, Käse oder Obst. Danach noch ein bisschen Knotenkunde und dann ist Nachtruhe. (Im 16er Lager kein Highlight)

Glockner (76)

Langsam wirds ernst – Vorfreude mischt sich mit etwas Nervösität. Als wir um 05:30 aufbrechen, dämmert es gerade und der Westwind ist bitterkalt.

Über die Schere und den Ostrand des Teischnitzkeeses gehts in einer gemeinsamen Seilschaft zum Einstieg. Für den Stüdlgrat nimmt Lukus die Damen ans Seil, während Kurt und Andi die 2te Seilschaft bilden.

Die Schwierigkeiten, auch in Form von Eis und Schnee halten sich zumindest bis zum sogenannten Frühstücksplatz in Grenzen. Hier stoßen wir auf eine polnische Truppe die uns nach kurzer Diskussion passieren lässt. Zum Glück, denn wir sind um einiges schneller und bei dieser Kälte ständig zu warten, wäre unschön gewesen.

Die Route ist an allen wichtigen Stellen bestens abgesichert. Die Kletterschwierigkeiten der Schlüsselstellen (diese sind erst im oberen Teil) sind mit III+ und IV- bewertet.

Als wir nach 5 Stunden den Gipfel erreichen, scheint die Sonne und für kurze Zeit haben wir den Großglockner sogar für uns alleine…

Glockner (195)

Geschafft ist es allerdings erst, wenn man wieder unten ist. Auch der Abstieg hat´s in sich, die grösste Schwierigkeit stellt hier allerdings der (teilweise überforderte) Gegenverkehr dar.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Erzherzog Johann Hütte, gehts über einen klettersteigmässig versicherten Steig hinab auf den Gletscher und schlußendlich zurück zum Auto und heim ins Ländle.

Sensationell wars… 🙂

Bildergalerie