1. Tourentag – der „Neben“-tinden

Nach einem Frühstück das keine Wünsche offen läßt, fahren wir ein kurzes Stück ins Landesinnere. Geplant ist der 1.042m hohe Skitntinden.

Lukas & Walter sind so euphorisch einen Parkplatz direkt an der Straße gefunden zu haben, dass die Karte keines Blickes mehr gewürdigt wird…Schi ausladen, Piepskontrolle und los gehts! Die Sicht ist mau, Konturen sind kaum erkennbar, es schneit ab und zu leicht – so gehts bergauf.

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Was auf den ersten Blick wie die Seracs eines Gletschers aussieht (die in Norwegen komischerweise aus dem Boden wachsen), entpuppt sich als See, der wohl von einer Lawine getroffen wurde. Da die Woche vorher überall spontane und große Lawinenabgänge waren, sollten wir diesem Naturschauspiel noch öfters begegnen.

Gebirgsseen gibts hier an jeder Ecke, also gehts weiter, der nächste zugeforene See kommt bald in Sicht – am Ende des Sees gehts steil bergauf. Irgendwie zu steil…!
Ein Blick in die Karte, ein Blick aufs GPS, ein Blick in die Runde – Bergführer sind auch nur Menschen – wir sind ein Tal zu früh aufgestiegen. Vor uns liegt statt des Skitntinden der Storsteinnestinden (1.017).

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Der Gipfel ist von den Schnee- und Sichtverhältnissen heute leider nicht zu verantworten.

Macht nichts, wir weichen auf einen namenlosen Nebengipfel aus. Der Ausblick ist genial, weißer Schnee und dunkelblaues Meer soweit das Auge reicht.

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Vom hier gibts nicht nur den Blick sondern auch die Möglichkeit einer Abfahrt hinunter an „unseren“ Fjord.

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Nach Powder, etwas Harsch und einem (hier allgegenwärtigen) Slalom durch den Birkenwald stehen wir am Meer – Straße gibts keine, also marschieren wir die gut 4km bis ins Dorf! So bekommt man seine Gäste auch müde… 😉

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