Hoher Riffler 18. u. 19.10.2013

Nach einer längeren, meist wetterbedingter Durststrecke, nutzen wir die Chance für das erste Winterlager der Saison…unser Ziel für Freitag ist die Edmund-Graf-Hütte (2400m) oberhalb von Pettneu und für Samstag der Hohe Riffler (3.168m).

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Nach getaner Arbeit fahren wir am Freitag Nachmittag ins schöne Land Tirol. In Pettneu werden noch rasch die Vorräte aufgeteilt und schon gehts los. Die ersten 4km geht es in mäßiger Steigung auf einer Forststraße durchs Malfontal bis man ein Stück vor dem Talschluß, zu einem markanten Stein kommt. Die letzten 500 hm gehts dann noch recht knackig zur Hütte hinauf.

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Bei der Abzweigung wird klar, dass wir heute wohl die einzigen Gäste auf der Edmund-Graf-Hütte sein werden! Man hätte sonst die Fußspuren im Schnee gesehen. Zum Glück – denn schon ein kurzer Blick in den Winterraum macht klar, dass hier mit 6 Personen das Limit ausgeschöpft ist.

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Nachdem das ganze recht übersichtlich, um nicht zu sagen klitzeklein ist, ist die Betteneinteilung und Sitzplatzordnung rasch erledigt.
Diejenigen die dem Herd am nächsten sind, übernehmen (notgedrungen) das Kochen und Heizen, die anderen „müssen“ inzwischen dem Hüttenwein frönen um sich danach den kulinarischen Köstlichkeiten des österreichisch/italienischen Küchenteams Petra & Giovanni hinzugeben.

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Nach einer wunderbaren Vollmondnacht und einem reichhaltigen Frühstück starten wir in Richtung Riffler. Bis zum schattigen und steilen Kar zwischen dem kleinen Riffler und dem Blankahorn kommen wir gut voran. Hier nimmt die Schneehöhe rasch zu. Nach einiger Wühlerei haben wir es aber geschafft und stehen auf dem Sattel.

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Die letzten 100-150 hm gehts recht einfach über Blockwerk und Schnee zum Vorgipfel (mit Gipfelbuch). Die Überschreitung zum Hauptgipfel (mit Kreuz) ist in unserer Beschreibung mit 2+ angegeben. Bei solch winterlichen Verhältnissen ist von einer Besteigung wohl abzuraten.

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Die Rundrum- und Fernsicht ist sensationell, die Welt scheint nur aus Bergen zu bestehen!

Der Abstieg zurück zur Hütte geht viel besser als erwartet. Statt dem versicherten Steig nehmen wir eine steile Schneerinne und kommen rasch und knieschonend unten an.

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Nachdem wir die Zahlungsformalitäten für Übernachtung und Holz erledigt und picopello aufgeräumt haben, machen wir uns auf den Weg zurück ins herbstliche Pettneu…

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Schön war´s…. 🙂

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