Tilisunahütte und Sulzfluh

Frei nach der Formel Winterlager + Berg = Sulzfluh, fahren wir am Freitag Nachmittag nach Grabs. Zumindest versuchen wir es, denn zuerst finden wir den Weg nicht, dann stehen wir zwischen div. LKW´s deren Fahrer uns nicht allzu freundlich entgegenblicken und die alle kohlrabenschwarz sind…die Straße nach Grabs wird gerade neu geteert! Ein freundlicher Mitarbeiter (der schwarzen Männer) meint dass dies wohl der einzige Weg wäre und wir hier erst am Samstag wieder durch kämen.

Na Prima! Umkehren? Andere Tour? Nein – auf dem Rückweg sehen wir haben das kleine „Umleitungsschild“ und nach kurzem Nachfragen in Latschau kommen wir auf einem „Singletrail“ doch noch ans Ziel!

In 3 Stunden geht die Sonne unter und der Weg zur Tilisunahütte ist mit 3,5 Stunden angeschrieben..also nichts wie los – mit den gut gefüllten Rucksäcken gehts steil bergauf, über den Mittagsspitzgrat und den Schwarzhornsattel erreichen wir, noch bei Tageslicht die Hütte.

Der Winterraum ist bestens ausgestattet und bietet uns alles was das Herz begehrt. Trotz des starken Föhns zieht der Ofen wunderbar und nach kurzer Zeit haben wir kuschelig warm und Wurstnudeln für eine ganze Kompanie!

Da es so schön war, schmeissen wir in der Früh den Ofen nochmal an und genehmigen uns ein ausgiebiges Frühstück bevor es bei bestem Herbstwetter in Richtung Sulzfluh geht.

Die Gämsen oberhalb der Hütte lassen sich von uns nicht im geringsten stören.

Oberhalb der „Platten“ geht es erstmals durch etwas Schnee. Da er aber nicht besonders tief ist, ist der Aufstieg zum Gipfel problemlos möglich. Vor uns sind bereits 3 Klettersteigler (Sulzfluh Süd) auf dem Gipfel und nach und nach kommen noch einige durch das Gemschtobel herauf.

Auf Vorarlberger Seite treffen wir erst am späten Nachmittag auf andere Berggänger die noch zur Tilisuna aufsteigen wollen.

Für den Abstieg nach Grabs wählen wir die Route über die Schwarze Scharte und den Bilkengrat, hinüber zum Tobelsee und der Alpilalpe.

Hier sind noch einige Älpler bei denen wir dann auch unseren Durst stillen können – der Rückweg über den Bilkengrat ist eine recht trockene Gegend!

Nach einer gemütlichen Rast und dem einen oder anderen „Berglerlatein“ machen wir uns noch an die letzten 30-40min. Gehminuten nach Grabs.

Schön wars… 🙂

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