Auf- und Ab am Arlberger Klettersteig

Es ist eiskalt als wir an der Talstation der Gampenbahn in St. Anton aus dem Auto steigen. Zum Glück sind wir hier am (noblen) Arlberg wo auch im Sommer die Bahnen mit Bubbles ausgestattet sind, trotzdem schweben wir schlotternd und eng aneinendergekuschelt nach oben.

Auf 2300m hat es gerade noch 2 Grad, dafür lichtet sich der Nebel und wir marschieren los in Richtung Mattunjoch wo sich der Einstieg zum Arlberger Klettersteig befindet.

Der Klettersteig selber geht gleich knackig los, nach ein paar Aufwärm-Aufwärtsmetern  gehts es am ersten Turm 20m beinahe senkrecht nach unten – wer hier meint an seine Grenzen zu stoßen und außer dem Stahlseil  irgendwelche Eisenteile erwartet,  sollte am besten umdrehen! Die meisten C/D oder D Stellen sind abwärts zu bewältigen was die Sache nicht wirklich einfacher macht…

Auf ca 3 km geht es in ständigem Auf- und Ab, meist ziemlich direkt am Grat,  dahin. Besonders die Haifischzähne im mittleren Teil sind imposant zu klettern!

Schön ist, dass hier nur sehr wenige künstliche Tritthilfen verbaut wurden und man wirklich klettert. Der Klettersteig wird gerade von Angestellten von Arlbergtourismus „gewartet“, ist sicher kein Schaden, wir haben einige lockere bzw. ausgerissene Sicherungshacken gesehen.

Zeit zum verschnaufen und ausruhen ist nicht viel, die letzte Bahn fährt um 4 Uhr. Eine Stunde ist von der Bergstation zum Einstieg zu rechnen, für den Klettersteig 4 Stunden (gerade wenn man nicht alleine ist) und für den Abstieg nochmal ca. 1 Stunde.

Gerade noch auf den letzten Drücker schaffen wir es zur Kapallbahn und so schweben wir nach einem anstrengenden aber wunderschönen und sehr interessanten Klettersteigtag, die letzten 1000 Hm per Bahn ins Tal.

Schön wars… 🙂

 
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